Aktuelles:

Notfall - Was tun ?


Wenn eine Notsituation vorhanden ist oder gar noch Menschen oder Tiere sich in Notlagen befinden oder verletzt worden sind, muss schnell gehandelt werden. Gehen Sie hierbei wie folgt vor:

·       Leisten Sie erste Hilfe

·       Sichern Sie, falls nötig, die Schadensstelle ab

·       Bitten Sie umstehende bzw. hinzukommende Personen hierbei zu helfen

·       Rufen Sie Hilfe herbei (Mit einem Handy kann auch ohne gültige Karte jederzeit die Notrufnummer 112 angewählt werden)


Zum Herbeirufen von Hilfe wurde europaweit der Notruf unter der Rufnummer 112 eingeführt. 
Die Polizei erreichen Sie in Deutschland unter der Notrufnummer 110.

In Deutschland kommen Sie nach der Wahl der Nummer 112 in der Regel bei einer sogenannten Leitstelle oder Rettungsleitstelle oder Zentralen Leitstelle für den Brandschutz, Katastrophenschutz und Rettungsdienst an, die rund um die Uhr besetzt ist. Die Leitstellenmitarbeiter sind entsprechend geschult und werden Ihnen weiterhelfen. 

Wie setze ich einen Notruf richtig ab:

·       Wählen Sie die Notrufnummer 112

·       Bleiben Sie ruhig!

·       Sprechen klar und deutlich und machen Sie zu den folgenden 5 „W“-Fragen die entsprechenden Angaben:

Wo ist es passiert?

Ort, Straße, Hausnummer, markante Örtlichkeit (ggf. Ortsbeschreibung)

Was ist passiert?

z.B. Brand, Verkehrsunfall, Gefahrgutunfall

Wie viele Verletzte?

Anzahl Verletzte, und Besonderheiten (eingeklemmte Person, Person in Gefahrenzone)

Wer meldet den Notfall?

Vorname, Name, Ort, Straße, Hausummer

Warten auf Rückfragen!

Das Notrufgespräch ist nur von der Leitstelle zu beenden!

 

o   Wenn möglich, weisen Sie Rettungskräfte an der Straße ein, z.B. wenn Hausnummern nur schlecht erkennbar sind oder die Helfer zu einem Hinterhaus geleitet werden müssen.

o   Handelt es sich um einen Unfall mit einem Gefahrgut-Transporter, so nennen Sie bitte die oberen Zahlen auf einer der orangefarbenen Warntafel am Fahrzeug.

o   Nutzen Sie die Zeit bis zum Eintreffen der Hilfsdienste zur Hilfeleistung.

o   Versuchen Sie bis zum Eintreffen der Rettungskräfte so weit wie möglich zu helfen.

 

Verhalten bei Brand:

Um die eigene Rettung oder die anderer Personen in einem Brandfall zu erleichtern, sollten Sie Kenntnisse über das richtige selbstschutzmäßige Verhalten haben.

Oberste Priorität hat die Sicherheit der Menschen. 

Wenn Sie einen Brand entdecken, so sollten Sie folgende Reihenfolge beachten:

·       Bewahren Sie Ruhe!

·       Melden Sie einen Notfall sofort über den Notruf 112 !

·       Für das schnelle Eingreifen der Rettungskräfte sind folgende Informationen wichtig:

o   Wo ist der Notfall eingetreten? 

o   Was ist passiert? 

o   Wie viele Verletzte? 

o   Wer ruft an? 

o   Warten Sie auf Rückfragen!

 

·      Ist das Feuer noch im Entstehen begriffen, unternehmen Sie schnellstens erste Löschversuche um es schon “im Keim” zu ersticken.

o   Löschversuche nur unternehmen, wenn diese ohne Selbstgefährdung möglich sind!

o   Betreten Sie niemals verqualmte Räume. Dort bilden sich tödliche Brandgase. 

o   Schließen Sie die Tür des Brandraumes.

 

·      Wenn Löschversuche nicht möglich sind:

o   Fenster des Raumes schließen, wenn dies ohne eigene Gefährdung möglich ist, ebenso die Tür des Raumes in dem es brennt. Hierdurch wird dem Feuer Sauerstoff entzogen.

 

·      Personen warnen und sich selbst in Sicherheit bringen (ggf. anderen Personen helfen).

o   Wenn Sie das Gebäude über den Treppenraum nicht mehr verlassen können, begeben Sie sich in einen sicheren Raum, schließen Sie alle Türen hinter sich und machen Sie sich am geöffneten Fenster bemerkbar.

 

·      Feuerwehr erwarten und einweisen (ggf. auch durch andere Personen).

·      Bis die Feuerwehr eintrifft, sollten Sie versuchen die Brandausweitung zu erschweren:

o   Tür zum Brandraum feucht halten, um Durchbrand zu verzögern oder zu verhindern!

o   Um die Aufheizung der Tür zu verzögern, können Sie, bis die Feuerwehr eintrifft, die Tür mit Wasser kühlen.

 

·      Wenn Sie das Gebäude oder die Wohnung, Etage verlassen müssen, darauf achten, dass keine Person zurückbleibt.

o   Türen zu Räumen in denen es nicht brennt, können wenn es die Zeit zulässt geschlossen werden, Brandschutztüren und Brandabschnittstüren sollten auf jeden Fall geschlossen sein.

o   Auf keinen Fall die Türen abschließen!

o   Bei Räumen oder Fenstern, die nur mit Schlüssel zugänglich sind, Schlüssel für die Einsatzkräfte bereithalten.

 

·      Brandverletzungen mit kaltem Wasser kühlen, anschließend steril abdecken, z.B. mit Alufolie, sauberen Tüchern, nach Möglichkeit steriles Verbandsmaterial aus einem Notfallkoffer.

·      Alle in Sicherheit? Außerhalb der Gefahrenzone sollten Sie feststellen, ob alle Hausbewohner in Sicherheit sind, denn bei einer vermissten Person muss die Feuerwehr immer davon ausgehen, dass sich diese eventuell im Gebäude und somit in Gefahr befindet. 

 

Feuerwehr sofort bezüglich vermisster Personen in formieren, möglichst schon beim Absetzen des Notrufes, spätestens beim Eintreffen der Feuerwehr.

Verhalten bei Unwetter:

Allgemeine Hinweise

Überraschend auftretende Unwetter wie Eisregen oder Wärmegewitter treten oft so plötzlich auf, dass eine Vorbereitung gegen ihre Auswirkungen kaum möglich ist. Aber bei schweren Gewittern, Sturmböen oder auch Wirbelstürmen, bleibt durch die Unwetterwarnungen in den Medien vielfach genug Zeit, die Gefahren zu reduzieren und Schäden zu vermeiden oder zu mindern. 

Deshalb ist es wichtig, dass Sie die Möglichkeit nutzen, die Wettermeldungen zu verfolgen und ggf. Unwetterwarnungen zu befolgen.


Generell sollten Sie bei Unwettern griffbereit haben: 

·       Ein netzunabhängiges UKW-Radio mit ausreichenden Batterien.

·       netzunabhängige Lichtquellen wie Taschenlampen und Kerzen.

 

·       Notgepäck und Dokumentensicherung für den Fall, dass Sie ihre Wohnung verlassen müssen.
 

 

Schon bei starken Regenschauern sollten Sie ein paar einfache Regeln beachten:

·       Halten Sie Türen und Fenster geschlossen, damit keine Regenböen Wasser in den Wohnbereich drücken können, bedenken Sie evtl. vorhandene Dachluken.

·       Achten Sie darauf, dass in Ihrer Wohnung kein Durchzug entstehen kann, der bei plötzlich zuschlagenden Türen oder Fenstern zu Schäden führt.

·       Bedenken Sie, dass starker Wind das Regenwasser schräg durch Öffnungen eindringen lassen kann und hierdurch eventuell elektrische Geräte oder Anschlüsse gefährdet werden könnten.

·       Bei sehr starken Niederschlägen könnte Wasser in die tiefer gelegenen Räume (Keller) eindringen, ggf. sollten Sie elektrische Geräte im Kellerbereich vom Netz nehmen und durch Wasser gefährdete Sachen erhöht lagern. Bei Freisetzung gefährlicher Substanzen, wie z.B. Heizöl, verständigen Sie die Feuerwehr.

·       Bei starken Niederschlägen kann die Kanalisation überfordert werden und das Wasser fließt möglicherweise nur langsam ab, so dass Straßen überflutet sein können. Beachten Sie, dass dadurch Schäden in der Straßendecke oder vom Wasserdruck angehobene Kanaldeckel bedeckt sind und somit zu einer Gefahr werden können.


Bei Hagel und Wirbelsturm sollten Sie zusätzlich beachten:

·       Schließen Sie zusätzlich zu Türen und Fenstern die Rollläden oder Fensterläden, halten Sie sich von Öffnungen fern, die nicht auf diese Art zusätzlich geschützt werden können, wie z.B. Dachluken,

·       Suchen Sie bei einem Wirbelsturm möglichst einen tief liegenden Raum, z.B. Keller oder einen innenliegenden Raum Ihres Wohnbereiches auf,

·       Kraftfahrzeug, Wohnwagen und leichte Gebäude wie Holzbauten bieten möglicherweise keinen ausreichenden Schutz.

·       Meiden Sie Räume mit großer Deckenspannweite wie Hallen o.ä.

 

·       Bleiben Sie nicht im Freien, suchen Sie, wenn irgend möglich, ein festes Gebäude auf, werden Sie im Freien überrascht und können kein Gebäude mehr aufsuchen, so suchen sie möglichst eine Mulde oder einen Graben auf, legen Sie sich mit dem Gesicht erdwärts und schützen Sie Kopf und Nacken mit den Händen.
 

 

Verhalten bei Gewitter:

Bei Gewittern, bei denen es zu Blitzentladungen kommt, die ein hohes elektrisches Potenzial freisetzen, treten zusätzliche Gefahren auf.

Beachten Sie hierbei:

·       Blitzentladungen suchen sich einen hohen Punkt, z.B. aufragende Bäume, Masten, Antennen und dergleichen. Halten Sie sich von solchen Objekten fern.

·       Werden Sie im Freien auf einer Wiese o.ä. überrascht, machen Sie sich so klein wie möglich, gehen Sie in die Hocke auf die Zehenspitzen mit möglichst eng aneinander stehenden Füßen oder suchen Sie Schutz in einem Gebäude.

·       Verlassen Sie ihr Kraftfahrzeug nicht und berühren Sie im Inneren keine blanken Metallteile. Das Fahrzeug wirkt wie ein Farradayscher Käfig und leitet elektrische Entladungen ab, so dass Sie im Fahrzeuginnenraum geschützt sind.

·       Halten Sie zu Überlandleitungen einen Mindestabstand von 50 Metern.


Durch die elektrische Entladung eines Blitzes kann es im Stromnetz zu Überspannungen kommen. Sofern Ihre Sicherungen keinen ausreichenden Überspannschutz haben, können Sie elektrische Geräte durch Stromleisten mit integriertem oder zwischengeschaltetem Überspannungsschutz gegen Überlastung schützen. 

Verhalten bei Hagel und Sturm:

Hagel und Wirbelstürme sind manchmal eine Folge schwerer Gewitter. Bei ihnen treten zusätzliche Gefahren durch Hagelkörner (gefrorenes Wasser) auf sowie durch Gegenstände und Schmutzteile, die von einem Wirbelsturm aufgewirbelt werden können.

Bei Hagel und Wirbelsturm besteht also die Gefahr von ”Geschossen”, bei Wirbelstürmen zusätzlich eine Gefahr durch schnell rotierende Luftmassen mit hoher Sogwirkung. Die durchschnittliche 

Darauf sollten Sie achten: 

·       Schließen Sie zusätzlich zu Türen und Fenstern die Rollläden oder Fensterläden, halten Sie sich von Öffnungen fern, die nicht auf diese Art zusätzlich geschützt werden können, wie z.B. Dachluken.

·       Suchen Sie bei einem Wirbelsturm möglichst einen tief liegenden Raum, z.B. Keller oder einen innen liegenden Raum Ihres Wohnbereiches auf. Kraftfahrzeuge, Wohnwagen und leichte Gebäude wie Holzbauten bieten möglicherweise keinen ausreichenden Schutz.

·       Meiden Sie Räume mit großer Deckenspannweite wie Hallen o.ä.

·       Bleiben Sie nicht im Freien, suchen Sie, wenn irgend möglich, ein festes Gebäude auf. Werden Sie im Freien überrascht und können kein Gebäude mehr aufsuchen, so suchen sie möglichst eine Mulde oder einen Graben auf, legen Sie sich mit dem Gesicht erdwärts und schützen Sie Kopf und Nacken mit den Händen.

 

Verhalten in Gefahrenbereichen nach Einsturz oder Teileinsturz eines Gebäudes

Nach dem Einsturz eines Gebäudes oder Gebäudeteilen entstehen Trümmerbereiche und Einsturzgefahren. Es handelt sich daher immer um eine Gefahrenzone. Oberste Priorität vor allem anderen, hat Ihre Sicherheit und die der Menschen bei ihrer Rettung.

Grundsätze:

·       Gehen Sie kein vermeidbares Risiko ein und verlassen Sie die Gefahrenstelle so schnell wie möglich.

·       Halten Sie sich außerhalb des Einsturz gefährdeten Bereiches von Trümmern. Als Anhalt für den Mindestabstand gilt ein Drittel der Höhe des betroffenen Gebäudes, bzw. der noch stehenden Teile.

·       Achten Sie auf Anzeichen von Gefahren. Geborstene Wasserleitungen, vor allem in Zusammenhang mit stromführenden elektrischen Versorgungsleitungen oder z.B. den Geruch nach Gas.

·       Vergewissern Sie sich, das der Notruf ausgelöst wurde, blockieren Sie die Kommunikationswege jedoch nicht durch überflüssige Anrufe.

·       Melden Sie sich schnellstmöglich bei Einsatzkräften und weisen Sie diese auf evtl. vermisste Personen oder besondere Gefahren, wie z.B. Gasflaschen o.ä. hin.

 

Verhalten bei biologischen oder chemischen Gefahren

1. Bei Aufenthalt im Freien:

·       Suchen Sie das nächste bewohnte Haus auf

·       Bewegen Sie sich möglichst quer zur Windrichtung, atmen Sie möglichst durch einen Atemschutz, zumindest ein Taschentuch

·       Wenn Sie bereits mit gefährlichen Stoffen in Berührung gekommen sind, wechseln Sie bei Betreten des Hauses Oberbekleidung und Schuhe

·       Lassen Sie verschmutzte Oberbekleidung und Schuhe außerhalb des Wohnbereichs

·       Waschen Sie Gesicht, Haare und Hände gründlich, ebenso Nase und Ohren

 

2. Unterwegs im Auto:

·       Schalten Sie die Belüftung aus und schließen Sie die Fenster

·       Hören Sie Radio (UKW, Regionalsender) und befolgen Sie die Anweisungen der Behörden und Einsatzkräfte

·       Fahren Sie ansonsten zum nächsten bewohnten Gebäude und folgen Sie den Hinweisen beim Aufenthalt im Freien

 

3. Bei Aufenthalt im Gebäude:

·       Bleiben Sie im Gebäude

·       Nehmen Sie gefährdete Passanten vorübergehend auf

·       Informieren Sie -falls erforderlich- andere Hausbewohner

·       Schließen Sie Türen und Fenster

·       Schalten Sie Ventilatoren und Klimaanlage aus, schließen Sie die Lüftungsschlitze der Fensterrahmen

·       Suchen Sie einen gut geschützten Innenraum der Wohnung auf, der möglichst keine Außenfenster hat

·       Meiden Sie Keller oder andere niedrig gelegene Räume

·       Vermeiden Sie unnötigen Sauerstoffverbrauch durch Kerzen o.ä.

·       Schalten Sie zu Ihrer Information das Radio auf UKW-Empfang eines Regionalsenders oder das Fernsehgerät ein

·       Beachten Sie die Durchsagen der Behörden und Einsatzkräfte

·       Telefonieren Sie nur in Notfällen

·       Benutzen Sie beim Eindringen gefährlicher Substanzen vorhandene Atemschutzgeräte, notfalls Mundschutz wie z.B. OP-Maske oder Tücher

 

Verhalten bei Gefahr radioaktiver Kontamination

Bei Aufenthalt im Freien:

·       Suchen Sie das nächste bewohnte Haus auf.

·       Bewegen Sie sich möglichst quer zur Windrichtung, atmen Sie durch einen Atemschutz, zumindest ein Taschentuch.

·       Wenn Sie bereits mit Gefahrstoffen in Kontakt gekommen sind, wechseln Sie beim Betreten des Hauses Oberbekleidung und Schuhe, lassen Sie diese außerhalb des Wohnbereichs zurück.

·       Waschen Sie zuerst Hände, dann Gesicht und Haare, ebenso Nase und Ohren.

·       Bei Freisetzung biologischer Stoffe ist eine Händedesinfektion zu empfehlen.

 

Unterwegs im Auto:

·       Schalten Sie die Belüftung aus und schließen Sie die Fenster.

·       Hören Sie Radio (UKW, Regionalsender) und befolgen Sie die Anweisungen der Behörden.

·       Fahren Sie zum nächsten bewohnten Gebäude. 

 

Bei Aufenthalt im Gebäude:

·       Bleiben Sie im Gebäude.

·       Nehmen Sie gefährdete Passanten vorübergehend auf.

·       Informieren Sie -falls erforderlich- andere Hausbewohner.

·       Schließen Sie Türen und Fenster.

·       Schalten Sie Ventilatoren und Klimaanlage aus, schließen Sie die Lüftungsschlitze, auch die an Fensterrahmen.

·       Suchen Sie einen Innenraum auf, möglichst ohne Außenfenster. Bei radioaktiven Stoffen suchen Sie vorzugsweise einen Kellerraum auf.

·       Vermeiden Sie unnötigen Sauerstoffverbrauch, z.B. durch Kerzen.

·       Schalten Sie ihr Radio (UKW, Regionalsender) oder das Fernsehgerät ein.

·       Beachten Sie die Durchsagen der Behörden.

·       Telefonieren Sie nur in Notfällen.

·       Benutzen Sie beim Eindringen von Gefahrstoffen vorhandene, behelfsmäßige Atemschutzmöglichkeiten, z.B. Heimwerkermundschutz oder feuchte Tücher.

 

·       Achten Sie auf jeden Fall auf eventuelle Bekanntmachungen der Behörden (z.B. Radiodurchsagen). Bei erforderlichen Dekontaminationsmaßnahmen werden dann sogenannte "Notfallstationen" eingerichtet.
 
(Quelle: Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) - www.bbk.bund.de)
 

 

Vorsichtsmaßnahmen bei Starkregen:

„Überflutete Straßen und Wege bergen für Autofahrer, Fußgänger und Zweiradfahrer Risiken und sind zu meiden, ebenso Uferbereiche. Auch Unterführungen, Tiefgaragen oder Keller sind in Überschwemmungsgebieten keine sicheren Aufenthaltsorte. Bei Aktivitäten im Freien können auch Erdrutsche oder umstürzende Bäume gefährlich werden“, erläutert DFV-Präsident Hartmut Ziebs. 

Die Feuerwehr rät:

 - Bewegen Sie sich in Überflutungsgebieten nur auf einsehbarem Grund, meiden Sie Wälder und Hanglagen. Sichern Sie in gefährdeten Arealen Gebäudeöffnungen und Abwasserschächte, parken Sie Kraftfahrzeuge in höher gelegene Gebiete um, wenn dies ohne Eigengefährdung möglich ist.
 - Beachten Sie Absperrungen, Straßensperrungen und Halteverbote, etwa auch an Unterführungen oder tiefer gelegenen Bereichen.
 - Bitte folgen Sie den Anweisungen der Einsatzkräfte und behindern Sie deren Arbeit nicht. 

 

Aufbau und Organisation

Die Absturzsicherungsgruppe ist eine Fachgruppe innerhalb der Feuerwehr der Verbandsgemeinde Konz mit Stützpunkt in Oberbillig. Sie wurde im Oktober 2015 gegründet und ihr gehören 20 Feuerwehrleute aus Oberbillig, Konz und Nittel an. Ihre Aufstellung wurde notwendig, da die Feuerwehr mit dem bis dato vorhandenen Gerät und Ausbildungsstand bei Arbeiten im absturzgefährdeten Bereich und beim Sichern von Personen in großen Höhen an ihre Grenzen stieß. Außerdem wird seit einiger Zeit bei solchen Arbeiten eine spezielle Sicherung auch von den geltenden Feuerwehrdienstvorschriften gefordert. Bei Bedarf sollen die Mitglieder der Absturzsicherungsgruppe zukünftig über eine eigene Melderschleife alarmiert werden.

Aufgaben und Einsatzmöglichkeiten

Die Hauptaufgabe der Gruppe ist es, anfallende Arbeiten und Personensicherungen in großen Höhen oder Tiefen und absturzgefährdeten Bereichen durchzuführen. Dabei wird großer Wert auf eine Differenzierung zwischen Absturzsicherung und Höhenrettung gelegt. Dies bedeutet, dass wir Personen, die in großen Höhen verunfallen lediglich gegen Abstürzen sichern und nur nach deren Einwilligung zu Boden bringen dürfen. Ist dies nicht der Fall, z.B. bei bewusstlosen Personen, muss die Rettung durch eine speziell dafür ausgebildete Höhenrettungsgruppe durchgeführt werden. Solche Einheiten bestehen in unserer Nähe bei der Berufsfeuerwehr in Trier und der Freiwilligen Feuerwehr Saarburg, die eine Ausrückegemeinschaft bilden und daher auch regelmäßig zusammen trainieren. Landesweit gibt es außerdem nur noch vier weitere Höhenrettungsgruppen in Boppard - Bad Salzig, Kaiserslautern, Wernsberg und Ingelheim.

Denkbare Einsatzmöglichkeiten unserer Absturzsicherungsgruppe sind:
- Personenrettung aus Schächten und Baugruben
- Personensicherung auf Gerüsten, Baukränen etc.
- Tierrettung von Bäumen und anderen hohen Gebäuden
- Arbeiten auf Dächern nach Stürmen
- Sicherung absturzgefährdeter Teile, die mit der Drehleiter nicht erreicht werden können
- Öffnen der Dachhaut nach einem Dachstuhlbrand, um Glutnester entfernen zu können
- Arbeiten bei Bränden im Inneren von Hochsilos

Ausbildung und Weiterbildung

Jedes Mitglied hat eine unfangreiche Ausbildung mit anschließender Prüfung in diesem Bereich durchlaufen. Sie umfasst absolut sichere Handhabe von Knoten und Stichen, richtiger Umgang mit dem vorhandenen Gerät und Kenntnis der möglichen Sicherungsarten für sich und die verunfallte Person. Um den vorhandenen Ausbildungsstand immer weiter zu verbessern, werden im Jahr regelmäßig spezielle Übungen der Absturzsicherungsgruppe durchgeführt. Diese finden z.B. auf Baukranen, auf Abrisshäusern, an steilen Hängen oder auch am Hochwasserschutz in Oberbillig statt.

Weihnachtsbaumsammlung 2016

Die Jugendfeuerwehr hat auch in diesem Jahr, unterstützt von einigen Kameraden der Einsatzabteilung, die vor allem die Traktoren mit den Anhängern zum Transport der Bäume fuhren, die Weihnachtsbäume eingesammelt. Besonders über Sach udn geldspenden haben sich die Jugendlichen sehr gefreut!


Herzlichen Glückwunsch unserer Jugendfeuerwehr, die beim Völkerballturnier der Jugendfeuerwehren der Verbandsgemeinde Konz in Oberemmel den ersten Platz erringen konnte! Dank gilt auch den Betreuer für die Vorbereitung und Begleitung.


Besuch des Basketballspiels der Gladiators Trier

Am Samstag, 19. März besuchte die Jugendfeuerwehr mit Ihren Betreuern ein Spiel der Gladiators Trier.


Völkerballturnier 24.04.2016 Osburg Kreisentscheid

Die Jugendfeuerwehr der Feuerwehr Oberbillig erreichte beim Kreisentscheid am 24.4.2016 in der Hochwaldhalle in Osburg einen sensationellen zweiten Platz und qualifizierte sich damit für den Bezirksentscheid, bei dem drei Mannschaften des Kreises Trier-Saarburg teilnehmen dürfen. Von 18 teilnehmenden Mannschaften, die in zwei Gruppen á 9 Mannschaften gegeneinander antraten, wurde das Halbfinale mit 9 Siegen und einer Niederlage sehr souverän erreicht. Das Halbfinale gegen die Jugendfeuerwehr Serrig ging dann unentschieden aus. Danke der höheren Anzahl Siege in der Vorrunde zog die Jugendfeuerwehr Oberbillig dann ins Finale ein. Dort musste sie sich mit lediglich einem Punkt Unterschied sehr knapp der Mannschaft aus Pluwig geschlagen geben. Wir gratulieren recht herzlich zu diesem Erfolg und sind gespannt auf die Ergebnisse beim Bezirksentscheid. Ein besonderer Dank gilt auch den unterstützenden Eltern und den Betreuern.


Jugendfeuerwehrwettkampf am 11. Juni 2016 in Konz

Am Samstag den 11. Juni hatte unsere Jugendfeuerwehr einen Wettkampf anlässlich des 25. Jubiläums der Jugendfeuerwehr Konz in Konz. Die Jugend der Feuerwehr Oberbillig siegte souverän mit einem Vorsprung von über 200 Punkten auf den Zweitplatzierten. Wir gratulieren recht herzlich!

 


Jugendfeuerwehrwettkampf in Temmels am 10.09. 2016

Beim Wettkampf anlässlich des Tages der offenen Türe und der Einsegnung des neuen TSF-W der Feuerwehr Temmels erreichte die Jugendfeuerwehr Oberbillig einen respektablen zweiten Platz. 

 
 

Jugendfeuerwehrwettkampf am Sonntag dem 18.09.2016 in Wengerohr

Beim Bezirksentschied der Jugendfeuerwehren der Region Trier, für die sich die Jugendlichen der Feuerwehr Oberbillig souverän in drei vorangegangenen Wettkampfrunden qualifiziert hatten, erreichten Sie einen unglaublichen zweiten Platz. Das ist das beste Ergebnis, das jeh ein Team der Jugendfeuerwehr Oberbillig erreichen konnte. Wir gratulieren allen Jugendlichen und auch Ihren Betreuern recht herzlich!

 
 

 

 

Was ist eine Tragkraftspritze?

Die Tragkraftspritze ist ein kleiner, tragbarer Maschinensatz, bei dem die Feuerlöschkreiselpumpe durch einen Verbrennungsmotor angetrieben wird. Sie wird überall dort angewendet, wo der Einsatz von in Löschfahrzeugen fest eingebauten Feuerlöschkreiselpumpen nicht möglich ist. Bei dieser Tragkraftspritze ist die Feuerlösch-Kreiselpumpe über eine schaltbare Kupplung mit dem Antriebsmotor verbunden. Das gesamte Aggregat aus Pumpe und Motor ist auf einem tragbaren Gestell montiert. Getragen wird das Aggregat am Rohrrahmen des Gestells. Bohrungen in den Kufen sorgen für eine sichere Lagerung im Fahrzeug, wo die Tragkraftspritze auf einem pneumatisch absenkbaren Auszug gelagert ist .Eine mehrteilige Kunststoffabdeckung schützt den Motor vor Witterungseinflüssen und Beschädigungen. Die Feuerlösch-Kreiselpumpe FP 8/8 entspricht der DIN 14420 und hat die Abmessungen 1092 x 749 x 842 mm (l x b x h) und passt so in jede genormte TS-Aufnahme.

Technische Daten:

Hersteller: IVECO Magirus Brandschutztechnik GmbH

Typ: TS 8/8 (PVR 386/2/99)

Baujahr: 2002

Gewicht: 190 kg (betriebsbereit)

Nennleistung: 800 l/min bei 8 bar und 3 m Saughöhe und 3230 U/min Nenndrehzahl

Maximaler Volumenstrom: 2050 l/min bei 6 bar

Maximaler Druck: 15,5 bar (bei Nullförderung)

Pumpenausführung: zweistufige Kreiselpumpe P 212 über Einscheiben-Trockenreibungskupplung mit Motor verbunden

Entlüftungseinrichtung: Membran-Entlüftungspumpe (PRIMATIC)

Antriebsmotor: wassergekühlter 4-Zylinder-Viertakt-Ottomotor mit 1242 ccm und 75 PS bei 6000 U/min, Typ FIRE 1242 MPI, Hersteller Fiat

Kraftstoff: Super bleifrei (Oktanzahl 95 ROZ)

Kraftstoff: 18 Liter (nach DIN 14466 für mind. 1 Stunde Betrieb bei Nennleistung)

Aufbau der Tragkraftspritze:

Motor und Pumpe sind bei der Iveco Fire über eine Einscheiben-Trockenreibungskupplung miteinander verbunden. Der Edelstahl-Tragrahmen besitzt insgesamt acht Griffe, wobei die TS aufgrund des Gewichtes unbedingt mit 4 Personen zu tragen ist. Da Kreiselpumpen selbst nicht in der Lage sind das Förderwasser anzusaugen wird als hier als Entlüftungsvorrichtung eine Membran-Entlüftungspumpe “PRIMATIC” verwendet. Die Kühlung des Motors erfolgt mit Wasser, dem Kühlerfrostschutzmittel zugegeben ist, wobei ein Teil des Förderwassers der Pumpe zusätzlich einen Wärmetauscher durchströmt um so für ausreichende Kühlung bei Vollast-Betrieb sorgt. Weiterhin läuft der elektrische Kühlerlüfter im Dauerbetrieb, sobald der Motor gestartet wird und ein weiterer elektrisch betriebener Lüfter befördert die heiße Luft aus dem Auspuff- bzw. Krümmerbereich in die Umgebung.

Bedienung der Tragkraftspritze

Hier möchten wir Ihnen die Bedienung unserer Tragkraftspritze etwas näher erläutern. Viel Spaß beim Studieren, jedoch sollte der Bediener von Feuerlöschkreiselpumpen den Lehrgang “Maschinist für Löschfahrzeuge” absolviert haben. Regelmäßiges Üben macht den Meister und weiterhin sollte eh jede FP in regelmäßigen Abständen, an eine Wasserentnahmestelle angeschlossen werden und unter Wasserförderung ca. eine halbe Stunde betrieben werden. Dabei sollte genügend Übungsmöglichkeit für jeden Maschinisten bestehen.


 

 

Typ: Fiat FIRE 1242 MPI, 4-Zylinder Reihen-4-Takt Motor. elektronische Multipoint-Einspritzung mit Lambda-Sonde

Bohrung und Hub: 70,8 mm x 78,86 mm

Hubraum gesamt: 1242 ccm

Verdichtungsverhältnis: 9,8 +/- 0,2

Maximales Drehmoment: 106 Nm bei 4000 U/min

Höchstleistung (DIN): 54 kW (74 PS) bei 6000 U/min

Zylinderblock: Grauguss

Lagerung Kurbelwelle: Gleitlager

Zylinderkopf: Aluminium

Nockenwelle: obenliegend, Zahnriemenantrieb

Ventile: Zwei hängende Ventile pro Zylinder, Tassenstösselbetätigung, Freiläufer
Einlass: öffnet 7° vor OT, schließt 41 ° nach UT, 0,35 mm Betriebsspiel (kalter Motor)
Auslass: öffnet 43 ° vor UT, schließt 5° nach OT, 0,40 mm Betriebsspiel (kalter Motor)

Zündung: elektronisch gesteuerte Hochspannungs-Zündanlage mit Drehzahlbegrenzung auf ca. 4200 U/min Zündverteilung über Steuergerät, Verstärkung über Doppelfunken-Zündspulen
Zündfolge: 1 - 3 - 4 - 2
Vorzündung: 13° vor OT bei 850 U/min

Bei dem verwendeten Antriebsmotor handelt es sich um einem weltweit millionenfach bewährten Aggregat aus dem Fiat-Konzern. Im Gegensatz zur Konkurrenz (Ziegler mit VW-Motor) handelt es sich hier um einen so genannten Freiläufer. Das bedeutet das bei einem Riss oder Überspringen des Zahnriemens kein Motorschaden auftritt. Für die Verwendung in der Tragkraftspritze wurde die Elektronik des Steuergerätes angepasst. Die Höchstdrehzahl ist für den Pumpenbetrieb zur Einhaltung des Schließdruckes auf ca. 4200 U/min begrenzt. Die Höchstleistung des Motors reduziert sich dadurch von 54 kW (74 PS) auf 40 kW (54 PS).

Luftfilter: Trockenluftfilter mit ölimprägniertem Baumwollgewebe

Schmierung: Druckumlaufschmierung mit Rotorpumpe
Ölfilter: Hauptstrom-Wechselfilter mit Überdruckventil (0,25 l Ölinhalt)
Ölmenge: 3,25 Liter mit Ölfilter

Kühlung: Wasserkühlung als Reihenschaltung eines Kühlers mit Ausgleichsbehälter und eines Röhrchenbündel-Wärmetauschers
Lüfter: elektrisch, Zusatzlüfter zum Abtransport der Krümmer- und Auspuffwärme
Kühlflüssigkeit: destilliertes Wasser und Paraflu 11 Fiat im Verhältnis 1 : 1
Füllmenge: 3,5 Liter

Lichtmaschine: Drehstrom 14 Volt, 65 Ampere, Poly-V-Riemenantrieb

Batterie: 12 Volt, 30 Ah, wartungsfrei, Laden über Ladesteckdose nach DIN 14690 T1 möglich (keine Erhaltungsladung)

Kraftstoff: Oktanzahl 95 ROZ, Super bleifrei
Kraftstoffzufuhr: elektrische Kraftstoffpumpe
Kraftstoffbehälter: ca. 18 Liter Inhalt

 

Aufbau und Funktion der Feuerlöschkreiselpumpe

Man kann die Bestandteile Feuerlöschkreiselpumpe in äußere und innere Teile einteilen. Zu den äußeren Teilen gehören vor allem das Pumpengehäuse (1) mit Saug- und Druckraum (2 und 3) 

aus einer seewasserbeständigen Leichtmetalllegierung, die Druckstutzen mit den selbst schließenden Niederschraubventilen, der Pumpendeckel (4) mit Saugeingang (5), A-Festkupplung sowie dem Schutzsieb. Zur Überwachung der Pumpentätigkeit befinden sich an der Pumpe ein Eingangsdruck-Messgerät (6), mit einem negativen und einem positiven Messbereich, sowie einem Ausgangdruck-Messgerät (7). Weitere äußere Teile sind der Entwässerungshahn (in der Zeichnung nicht erkennbar) und die Gleitring-Pumpenwellenabdichtung (8).

Zu den inneren Teilen gehören die Pumpenwelle (9), Laufräder (10) mit ihrem festen Sitz auf der aus rostfreiem Stahl gefertigte Pumpenwelle inklusive der zugehörigen, austauschbaren Spaltringe (11) und der feststehende Leitapparat (12). Eine Stufe besteht jeweils einem Laufrad einem Teil des Leitapparates. Die 

Pumpenwelle läuft inzwei Lagern. Das Lager an der Saugseite im Saugdeckel ist ein Gleitlager (13) und druckseitig ist die Pumpenwelle in einem Wälzlager (14) gelagert. Es nimmt den durch die Pumpenarbeit entstehenden axialen Druck auf. Damit dieser Druck nicht zu groß wird sind in den Laufrädern einige Löcher (15) vorhanden die einen gewissen Druckausgleich zwischen der Vorder- und Rückseite der Laufräder zulassen.

Weiterhin läuft auf der Pumpenwelle noch der ölbadgeschmierte Exzenter (16) zum Antrieb der Entlüftungseinrichtung.

Zusätzlich ist der rechten Abbildung noch die Mechanik zum Ausrücken der Kupplung (17) und der Wärmetauscher (18) zu erkennen.

 

Arbeitsweise der Feuerlöschkreiselpumpe:

Das Wasser tritt durch den Saugeingang in das Innere des Pumpengehäuses ein, fließt in den Laufradmund wird von den Schaufeln des rotierenden Laufrades erfasst und durch die dabei auftretende Fliehkraft nach außen in den Leitapparat geschleudert.

Der Leitapparat führt den Wasserstrom dann der zweiten Stufe zu, wo das Wasser vom zweiten Leitrad aufgenommen wird. Hier erhöht sich der Druck aufgrund der Zentrifugalkraft weiter. Die Höhe dieser Energie ist hauptsächlich abhängig von dem Durchmesser und der Drehzahl des Laufrades sowie der Formgebung der Schaufeln. Im Leitapparat wird das Wasser angestaut und dadurch die Wassergeschwindigkeit verringert. Da Geschwindigkeit und Druck in umgekehrtem Verhältnis zueinander stehen, steigt mit dem Sinken der Geschwindigkeit der Druck an. Bei geschlossenen Niederschraubventilen wird also das gesamte Wasser angestaut und die Wassergeschwindigkeit auf Null verringert, das heißt die gesamte Geschwindigkeitsenergie wird in Druck umgewandelt. Unter diesen Umständen erreicht die Pumpe den höchsten Druck und man spricht vom so genannten Schließdruck. Öffnet man jetzt ein Niederschraubventil, wird die Stauung des Wassers geringer, die Fließgeschwindigkeit nimmt zu und der Druck in der Pumpe sinkt ab. Der in der ersten Stufe erzeugte Druck wird in der zweiten Stufe annähernd verdoppelt.

 

Der Bediener kann den Druck durch Regulierung der Motordrehzahl erhöhen, wobei der Ausgangsdruck mindestens 1,5 bis 2,0 bar betragen muss, damit die automatisch arbeitende Entlüftungseinrichtung zuverlässig abschaltet.

Zur zusätzlichen Kühlung des Antriebsmotors bei Vollastbetrieb ist an der Pumpe noch ein Wärmetauscher (16) montiert. Ein Teil des Förderwassers wird über  einen kleinen Kanal und einer Rohrleitung dem Wärmetauscher zugeführt und über eine weitere Rohrleitung auf der Saugseite der Pumpe wieder zurück geführt. Der Kühlwasserkreislauf des Antriebsmotors wird mit dem Ausgang des Kühlers ebenfalls an den Wärmetauscher angeschlossen und von dort aus über das motorseitige Thermostat wieder zurück zum Zylinderkopf geführt.

 

Wie funktioniert die Entlüftungseinrichtung?

Wie bereits an anderer Stelle erwähnt, sind Kreiselpumpen gewöhnlicher Bauart nicht in der Lage das Wasser “anzusaugen”. Sie können die Luft nicht in ne

nnenswertem Maße aus der Pumpe und der Saugleitung entfernen. Dies ist aber notwendig, damit der äußere Luftdruck das Wasserdurch den Saugschlauch in die Pumpe drücken kann. Diesen Vorgang nennt man “Entlüften”, wobei häufig auch die ganz korrekten Begriffe “Saugen” oder “Ansaugen” benutzt werden. Feuerlöschkreiselpumpen sind auf Grund ihrer Spaltmaße zwischen Laufrädern und Leitapparat,

 die etwa 0,4 mm betragen, nicht in der Lage das Förderwasser selbsttätig anzusaugen. Sie kann nur Flüssigkeiten fördern und benötigt daher eine Einrichtung um die Saugleitung und das Pumpengehäuse zu entlüften. Dann kann der atmosphärische Luftdruck das Wasser in die Saugleitung drücken. Als Notbehelf könnte man die Pumpe über einer der B-Druckabgänge (Ventil über die Sperre geöffnet) auch mit dem Segeltucheimer auffüllen, dafür ist der nämlich vorgesehen, aber bei Undichtigkeiten, ungünstiger Aufstellung des Fahrzeuges oder einer nötigen Unterbrechung des Pumpenbetriebes kann die Wassersäule abreißen. Ein mühsames Verfahren dann die Saugleitung immer wieder neu auffüllen zu müssen und deshalb nur für den Notfall vorgesehen.Deshalb ist die Tragkraftspritze Iveco Fire mit der selben automatisch arbeitenden Entlüftungseinrichtung “Primatic” ausgerüstet. Durch das Einkuppeln werden gleichzeitig mit der Kreiselpumpe die Membran-Entlüftungspumpen in Betrieb gesetzt. Sie arbeitet nur solange bis die Saugleitung und die Pumpe vollständig mit Wasser gefüllt ist. Danach schaltet sie sich automatisch und beim Abreißen der Wassersäule auch wieder selbsttätig zu. Der Abschaltdruck im Pumpengehäuse liegt hier bei etwa 1,5 bis 2 bar.

 

Fotos: Copyright Feuerwehr Tröbitz, Text: teilweise aus Bedienungs- und Wartungsanleitung 06/01- 3. Auflage, Iveco Magirus.

Wir bedanken uns bei Sandro Wendt (FF Tröbitz) für die zur Verfügungstellung von Texten und Abbildung!

 
 
 
 

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Sonntag, 19.11. 22:00 bis Montag, 20.11. 09:00
Level: 2 Type: 5
Event: FROST
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Vor allem bei Aufklaren tritt leichter Frost zwischen 0 °C und -2 °C auf.
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Quelle: Deutsche Wetterdienst
Letzte Aktualisierung 19/11/2017 - 22:48 Uhr
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